Baden-Württemberg - Presseinformation 11/2011

Presse
11.04.2011

Presseinformation 11/2011

Grunderwerbsteuer darf nicht erhöht werden!
Bund der Steuerzahler appelliert an grün-rote Koalitionäre

Der Bund der Steuerzahler Baden-Württemberg fordert die künftigen Koalitionspartner auf, die Regierungsarbeit nicht mit Steuererhöhungen zu beginnen. Überlegungen, die Grunderwerbsteuer zu erhöhen, sei vielmehr eine Absage zu erteilen. Durch eine Grunderwerbsteuererhöhung würden Investitionen in Immobilien verhindert und die ohnehin überhöhte Steuer- und Abgabenbelastung weiter verschärft. Vor allem junge Familien wären die Leidtragenden. Für sie ist der Erwerb eines Eigenheims aufgrund der hohen Grundstückspreise in Baden-Württemberg schon jetzt kaum noch möglich, eine erhöhte Grunderwerbsteuer würde diese Problematik noch verschärfen.

Zudem würde eine Erhöhung der Grunderwerbsteuer anderen staatlichen Fördermaßnahmen, wie zum Beispiel Wohn-Riester, zuwiderlaufen. Was Bürger an staatlicher Förderung von Wohneigentum erhalten, würde durch eine Erhöhung der Grunderwerbsteuer wieder abgeschöpft.

Ein höherer Steuersatz würde außerdem besonders diejenigen treffen, die die von der Politik geforderte Mobilität zeigen und dadurch gezwungen sind, aus beruflichen Gründen umzuziehen. Weil die Grunderwerbsteuer bei jedem Erwerb eines Grundstücks anfällt, wird sich die Belastung bei mehrmaligem Wohnungswechsel deutlich kumulieren. Damit bestraft die Steuerpolitik genau die, die die immer wieder angemahnte Mobilität im Arbeitsleben an den Tag legen und zu Umzügen aus beruflichen Gründen bereit sind.

Stuttgart, 11.04.2011

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