Baden-Württemberg - Presseinformation 2/2011

Presse
11.01.2011

Presseinformation 2/2011

Sorgen um den Landeshaushalt
Bund der Steuerzahler mahnt konkrete Einsparungen an

Der Bund der Steuerzahler macht sich Sorgen um die Zukunft des Landeshaushalts. Hintergrund ist, dass die Landesregierung das geplante Vorgriffsmodell für Landesbeamte offenbar nur noch auf freiwilliger Basis weiter verfolgen will. „Die geplanten Einsparungen in Höhe von 160 Millionen Euro werden sich so nicht realisieren lassen. Wenn sich die Beamtenschaft und die Landesregierung weiterhin gegen echte Einsparungen bei den Landesbeamten wehren, wird der Haushalt sehenden Auges gegen die Wand gefahren“, meinte der Steuerzahlerbund.

Der Bund der Steuerzahler wies darauf hin, dass rund 50 Prozent der Ausgaben des Landes Personalausgaben seien. Da von den restlichen 50 Prozent allenfalls 20 Prozent flexibel sind, könne eine Sanierung des Landesetats ohne Einsparungen beim Personal nicht gelingen. Deshalb müsse die Landesregierung nun alternative Einsparvorschläge im Personalbereich unterbreiten.

Ein Hoffen auf freiwillige Einsparleistungen der Beamten hält der Bund der Steuerzahler für nicht zielführend. Stattdessen sollte die Landesregierung endlich die Einschränkungen, die in der gesetzlichen Rentenversicherung vorgenommen wurden, wirkungsgleich auf die Beamtenversorgung übertragen. Hier klafft eine massive Gerechtigkeitslücke. Während die Renten nur gedämpft oder gar nicht mehr steigen, wurden und werden die Pensionen in gleicher Höhe angehoben wie die Aktivgehälter. „Das treibt das Land an den Rande des Ruins“, legte der Bund der Steuerzahler dar.

„Den Bürgern muss noch vor der Wahl konkret gesagt werden, welche Maßnahmen durchgeführt werden sollen, um das Sparpaket in Höhe von 500 Millionen Euro zu realisieren.“ Die Wähler haben nach Auffassung des Bundes der Steuerzahler ein Anrecht auf Klarheit über die finanzpolitische Strategie der Landesregierung.

Stuttgart, 11.01.2011

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