Baden-Württemberg - Presseinformation 22/2010

Presse
02.09.2010

Presseinformation 22/2010

Steuereinnahmen des Landes im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich gestiegen!

Die Steuereinnahmen des Landes Baden-Württemberg sind im Monat Juli 2010 um 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Dies zeugt von einer deutlichen Erholung der baden-württembergischen Wirtschaft. Mit einem realen Wirtschaftswachstum von zwei Prozent in diesem Jahr setzt sich damit die konjunkturelle Erholung fort, die sich bereits Ende letzten Jahres abgezeichnet hat. Zudem scheint die konjunkturelle Erholung jetzt auch am Arbeitsmarkt angekommen zu sein, erkennbar an den Lohnsteuereinahmen, die im Juli um über 16 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat angestiegen sind.

Bei den vorliegenden Zahlen handelt es sich um kassenmäßige Einnahmen, d. h. bestimmte Leistungen, wie z. B. das Kindergeld sind bereits von den erhobenen Steuern abgezogen. Da das Kindergeld zum 1. Januar 2010 erhöht wurde und damit die gegengerechneten Ausgaben gestiegen sind, dürften die tatsächlichen Brutto-Steuereinnahmen noch weit höher liegen.

Diese Zahlen machen nach Ansicht des Bundes der Steuerzahler Baden-Württemberg deutlich, dass das Land weniger ein Einnahmen- als vielmehr ein Ausgabenproblem hat. Laut Steuerschätzung sind auch für dieses Jahr hohe Steuereinnahmen, die vierthöchsten in der Geschichte des Landes, zu erwarten. Den Landeshaushalt über höhere Steuereinnahmen zu sanieren verbietet sich aufgrund der schon jetzt völlig überzogenen Abgabenbelastung der Bürger. Die Politik ist daher gefordert, endlich die notwendigen Einsparungen im Landeshaushalt vorzunehmen. Konsolidieren und Steuern senken ist im Gleichklang möglich und nötig.

Stuttgart, 02.09.2010

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