Baden-Württemberg - Presseinformation 9/2010

Presse
01.03.2010

Presseinformation 9/2010

Steuereinnahmen des Landes im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen!
Bund der Steuerzahler widerspricht der Meldung des Finanzministeriums zur Entwicklung der Steuereinnahmen

Laut einer Pressemitteilung des Finanzministeriums Baden-Württemberg sind die Steuereinnahmen des Landes im Januar um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Hierbei berücksichtigt das Finanzministerium aber nicht die zum 1. Juli 2009 in Kraft getretene Neuregelung bei der Kraftfahrzeugsteuer. Seit diesem Zeitpunkt fließt die Kraftfahrzeugsteuer nicht mehr den Ländern, sondern dem Bund zu. Als Ausgleich hierfür erhält das Land Baden-Württemberg einen Betrag von rd. 1,3 Milliarden Euro im Jahr. Unter Berücksichtigung dieser Neuregelung sind die Steuereinnahmen in Baden-Württemberg im Januar 2010 (ohne Kfz-Steuer) gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,7 Prozent gestiegen.

Bei den vorliegenden Zahlen handelt es sich um kassenmäßige Einnahmen, d.h. bestimmte Leistungen, wie z.B. das Kindergeld sind bereits von den erhobenen Steuern abgezogen. Da das Kindergeld zum 1. Januar 2010 erhöht wurde und damit die gegengerechneten Ausgaben gestiegen sind, dürften die tatsächlichen Brutto-Steuereinnahmen sogar noch weit höher liegen.

Dieses Ergebnis macht deutlich, dass das Land weniger ein Einnahmen- als ein Ausgabenproblem hat. Laut Steuerschätzung sind auch für dieses Jahr hohe Steuereinnahmen, nämlich die vierthöchsten in der Geschichte des Landes zu erwarten. Den Landeshaushalt über höhere Steuereinnahmen zu sanieren verbietet sich aufgrund der schon jetzt überzogenen Abgabenbelastung der Bürger. Die Politik ist daher gefordert, endlich die notwendigen Einsparungen im Landeshaushalt vorzunehmen. Konsolidieren und Steuern senken ist dann im Gleichklang möglich und nötig.

Stuttgart, 02.03.2010

Suche
Staatsverschuldung in Baden-W.
0
Zuwachs / Sekunde
0
Schulden / Kopf
0