Baden-Württemberg - Grundsteuerreform: Wir brauchen Ihre Hilfe!


27.03.2018

Grundsteuerreform: Wir brauchen Ihre Hilfe!

Berechnungen zur möglichen Belastungsverschärfung MIT UMFRAGE

Das Bundesverfassungsgericht befasst sich derzeit mit der Verfassungsmäßigkeit der Grundsteuer. Dass das Gericht die derzeitige Erhebung der Grundsteuer als verfassungswidrig einstufen könnte, darauf deutet der Verlauf der mündlichen Verhandlung hin, die im Januar 2018 stattgefunden hat. Die Frage ist, was kommt dann? Veraltete Grundsteuer

Die Grundsteuer basiert auf veralteten Einheitswerten, sodass schon seit Jahren klar ist, dass die Grundsteuer reformiert werden muss. Hierzu wurden von den Ländern verschiedene Modelle vorgelegt, die sehr unterschiedliche Ansätze verfolgen. Schließlich beschloss der Bundesrat 2016 gegen die Stimmen der Länder Bayern und Hamburg einen Gesetzentwurf, der mit einer Neuregelung der Bemessungsgrundlage die Reform einläuten sollte. Neben einer typisierenden Bewertung des Gebäudes soll der Bodenwert des Grundstücks in die Bemessungsgrundlage für die künftige Grundsteuer einfließen.

Neuregelung kann zu Mehrbelastungen führen

Der Gesetzentwurf verspricht "Aufkommensneutralität". Das bedeutet, über die ganze Bundesrepublik gesehen, strebt der Gesetzgeber durch die Grundsteuerreform keine Mehreinnahmen an. Das heißt aber nicht, dass es nicht zu erheblichen Mehrbelastungen in den einzelnen Bundesländern kommen kann, da sich die Bodenwerte im Bundesgebiet ganz unterschiedlich entwickelt haben. Stichproben in denen die Grundsteuerwerte nach dem Reformmodell durchgerechnet wurden, haben in Hamburg gezeigt, dass die Neuregelung gegenüber der alten Einheitswertbewertung zu - je nach Lage - bis vierzigfach erhöhten Werten führen würde.

Eigene Berechnungen

Der Bund der Steuerzahler möchte daher durch eigene Berechnungen feststellen, wie sich der Gesetzentwurf in Baden-Württemberg auswirken würde, vergleicht man die bisherige Grundsteuer mit der geplanten Neuregelung.

Ihre Hilfe ist gefragt

Wir bitten Sie daher, uns zu helfen: Füllen Sie den Fragebogen aus und schicken Sie ihn bis zum 30. April 2018 per Post an den Bund der Steuerzahler BW e. V., Lohengrinstr. 4, 70597 Stuttgart oder per Fax an 0711/7656899. Sie können den Fragebogen auch hier ausfüllen und per E-Mail an

steuern-bw@steuerzahler.de

schicken. Den aktuellen Bodenrichtwert können Sie in der Regel bei Ihrer Gemeinde erfragen. Viele Gemeinden haben ihn auch im Internet auf ihrer jeweiligen Homepage veröffentlicht. Können Sie ihn nicht ermitteln, geben Sie bitte die Straße an, in der das Grundstück liegt. Da die Ermittlung der Werte ohnehin kompliziert ist, wollen wir uns auf die Gebäude beschränken, die zu Wohnzwecken genutzt werden. Eigentumswohnungen werden, je nachdem in welcher Gebäudeeinheit (Ein- und Zweifamilienhaus oder Mehrfamilienhaus) sie sich befinden, einer dieser Gebäudearten zugeordnet. Eine Bewertung ist nur für das Gebäude gesamt möglich, bitte geben Sie daher Gesamtflächen und den Miteigentumsanteil an.
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